Was die XRP-Freigabe für die Marke von 1,55 Dollar bedeutet

Die XRP Escrow-Freigabe bringt eine Milliarde Token frei. Entscheidend sind nun Nachfrage, ETF-Zuflüsse und der Widerstand bei 1,55 Dollar.

Raphael Adrian von Raphael Adrian Updated 3 Min. read
Was die XRP-Freigabe für die Marke von 1,55 Dollar bedeutet

Ripple hat am Donnerstag, dem 1. Oktober, eine Milliarde XRP aus dem Escrow freigegeben. Der Kurs hielt laut einem Bericht von FinanzNachrichten.de dennoch bei rund 1,49 US-Dollar. Damit rückt die Marke von 1,55 US-Dollar in den Mittelpunkt: Erst oberhalb dieser Schwelle könnte XRP den Widerstand überwinden und die nächste Kurszone ansteuern.

Warum die Freigabe nicht automatisch Verkaufsdruck bedeutet

Die Freigabe erfolgte laut Bericht in vier Tranchen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die gesamte Menge unmittelbar auf Börsen gelangt oder verkauft wird: Nicht genutzte Token wandern demnach regelmäßig zurück in das Escrow.

Auch der zugrunde liegende Mechanismus ist nicht als einmaliger Angebotsschock zu verstehen. Das Escrow-System sieht laut ergänzenden Recherchen regelmäßig Freigaben von bis zu einer Milliarde XRP pro Monat vor; ein großer Teil der geöffneten Token wurde in der Vergangenheit wieder gesperrt. Diese Einordnung erklärt, weshalb die freigegebene Bruttomenge allein wenig darüber aussagt, wie viel Verkaufsangebot tatsächlich am Markt ankommt.

Eine goldene Ripple XRP Münze auf US-Dollar-Banknoten neben einem Portemonnaie.
Symbolbild einer XRP-Kryptowährung mit US-Dollar.

Die entscheidende Frage lautet daher, ob die verfügbare Nachfrage den tatsächlich umlaufenden Anteil absorbiert. Die XRP-Escrow-Freigabe und mögliche Wal-Käufe stehen dabei im Zusammenhang mit ETF-Zuflüssen und der Aktivität großer Wallets. Auch die Verbindung zwischen Escrow, XRP-Kurs und ETF-Erwartungen ist für die Markteinordnung relevant.

1,55 Dollar entscheidet über die nächste XRP-Bewegung

Bei einem Kurs von rund 1,49 US-Dollar lag die Marktbewertung laut Primärbericht bei etwa 94 Milliarden US-Dollar. Zugleich sollen große Wallets in den Tagen vor der Veröffentlichung mehr als 470 Millionen XRP hinzugekauft haben. Für die Spot-ETFs auf XRP wurden Zuflüsse von rund 1,79 Milliarden US-Dollar genannt, obwohl der Handel am 30. September im Minus endete.

Bitcoin- und Ethereum-Münzen vor einem Laptop mit einem Candlestick-Chart des Kryptomarkts.
Kryptowährungs-Münzen und Marktdaten auf einem Bildschirm.

Diese Angaben deuten auf Nachfrage hin, bestätigen aber noch keinen Ausbruch. Solange XRP unter 1,55 US-Dollar bleibt, ist die Marke laut Bericht die zentrale Barriere. Gelingt ein Anstieg darüber, liegt die nächste genannte Zone zwischen 1,60 und 1,70 US-Dollar. Die technische Bedeutung des Widerstands bei 1,55 US-Dollar hängt damit nicht nur von einem kurzen Ausschlag, sondern davon ab, ob der Kurs das Niveau halten kann.

Unterhalb der Schlüsselmarke bleiben Rücksetzer möglich. Der Bericht nennt 1,4852 und 1,4564 US-Dollar als weitere relevante Kursmarken und beschreibt den Ausblick als vorsichtig positiv, solange XRP die Zone um 1,48 US-Dollar verteidigt. Eine Escrow-Freigabe kann den Kurs belasten, wenn ein größerer Anteil tatsächlich in den freien Umlauf oder auf Handelsplätze gelangt; wie viel davon geschieht, lässt sich aus der Freigabe allein nicht ableiten.

Welche Signale Anleger jetzt beobachten sollten

Ein belastbarer Schlusskurs über 1,55 US-Dollar wäre das zentrale technische Bestätigungssignal. Selbst ein Anstieg bis 1,70 US-Dollar entspräche laut Primärbericht allerdings nur rund 14 Prozent. Damit bleibt die Marke für die kurzfristige Struktur wichtiger als weitreichende Kursziele.

Zu beobachten sind deshalb die Kursreaktion an 1,55 US-Dollar, die Aktivität großer Wallets und die tatsächlichen ETF-Zuflüsse. Eine Freigabe von Token ist nicht gleichbedeutend mit einem Verkauf, aber ebenso wenig garantiert eine stabile Kursreaktion, dass der Angebotsimpuls bereits vollständig verarbeitet ist.

Risikohinweis: Kryptowährungen sind volatil; Kursmarken und Szenarien sind keine sicheren Prognosen oder Anlageberatung. Handelsplattformen können zudem KYC-Prüfungen verlangen. Eine eigene Prüfung von Risiko und Anlagehorizont bleibt unerlässlich.

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Raphael Adrian

Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt. Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.

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