Bitcoin Prognose: Neues Allzeithoch in 2026? So wahrscheinlich ist es wirklich
Bitcoin bleibt nach dem Rutsch unter 60.000 US-Dollar deutlich angeschlagen.
Der Markt zeigt Angst, schwaches Momentum und verlorene Unterstützungen.
Experten und Prognosemärkte zweifeln zunehmend an einem neuen Allzeithoch 2026.
Bitcoin verlor wichtige Supports und bleibt trotz Rebound technisch angeschlagen.
Swan-CEO sieht nur 10–15 Prozent Chance auf Rekordhoch.
Trader erwartet finale Kapitulation möglicherweise erst bei 42.000 Dollar.
Bitcoin bleibt angeschlagen. Nach dem jüngsten Rutsch unter 60.000 US-Dollar ist die Erholung bislang nur schwach ausgefallen. Zwar gab es nach dem ersten Abverkauf einen kleinen Rebound, doch wichtige Unterstützungen sind verloren gegangen.
Aktuell notiert BTC laut Marktdaten nur noch bei rund 59.400 US-Dollar, mit einem Tagestief knapp darunter. Damit setzt sich der Crash fort, während FUD und Angst am Markt wieder deutlich zunehmen. Zuletzt belasteten ETF-Abflüsse, schwächere Risikobereitschaft und die Rotation in andere Themen wie KI-Aktien. Die zentrale Frage lautet nun: War das bereits die Kapitulation – oder ist ein neues Allzeithoch 2026 kaum noch realistisch?
Bitcoin-Prognose: Swan-CEO sieht nur geringe Chancen auf neues Rekordhoch
Cory Klippsten, CEO von Swan Bitcoin, bleibt für den Rest des Jahres auffällig skeptisch. Laut Cointelegraph schätzt er die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin 2026 noch ein neues Allzeithoch erreicht, nur auf 10 bis 15 Prozent. Seine Begründung ist einfach: Vom aktuellen Niveau müsste sich BTC in den kommenden sechs Monaten ungefähr verdoppeln, um den bisherigen Rekordbereich wieder zu übertreffen. Dafür brauche es seiner Ansicht nach ein starkes, externes Ereignis – und genau dieses sei aktuell nicht absehbar.
The CEO of Swan (@Swan) Cory Klippsten (@CorySwan) puts the odds of Bitcoin reaching a new all-time high in 2026 at just 10-15%.
“Something really exogenous would have to happen, and I don’t think we know what that is that would cause a doubling of the Bitcoin price in the next… pic.twitter.com/AAQgAWFMRo
Diese Einschätzung passt zum aktuellen Marktbild. Bitcoin hat nicht nur psychologisch wichtige Marken verloren, sondern auch den Momentum-Charakter früherer Bullenmärkte eingebüßt. Während frühere Rücksetzer oft schnell gekauft wurden, dominieren aktuell Risikoabbau, ETF-Abflüsse und schwächere Nachfrage. Investopedia verweist darauf, dass Bitcoin 2026 deutlich unter Druck steht und seit dem früheren Hoch bei rund 126.000 US-Dollar massiv gefallen ist. Auch das Wall Street Journal berichtete bereits über den Fall unter 60.000 US-Dollar und die schwächste Phase seit 2024.
🚨SWAN BITCOIN CEO KEEPS CUTTING HIS OWN BULL CASE AS BTC DROPS
Klippsten now sees just a 10-15% chance of Bitcoin hitting a new all-time high in 2026, his lowest estimate yet.
He gave BTC over 50% odds in December when it was near $90,000, then cut to 25% in May as it fell to… pic.twitter.com/eZ7es79wEA
Damit wird ein neues Allzeithoch nicht unmöglich, aber die Hürde ist hoch. Es bräuchte wohl einen klaren Makro-Impuls, starke ETF-Zuflüsse, neue institutionelle Nachfrage oder regulatorische Klarheit. Ohne solche Treiber bleibt der Markt kurzfristig eher defensiv.
Polymarket-Daten: Anleger wetten kaum auf neue Bitcoin-Rekorde
Auch die Polymarket-Daten zeigen ein skeptisches Bild. In der abgebildeten Prognose liegt das bisherige Bitcoin-Allzeithoch bei rund 126.000 US-Dollar. Damit müsste BTC nicht nur die Marke von 120.000 US-Dollar zurückerobern, sondern auch darüber hinaus ausbrechen. Genau daran glaubt der Markt aktuell kaum. Für Bitcoin über 120.000 US-Dollar zeigen die Wetten nur rund 7 Prozent Wahrscheinlichkeit, bei 130.000 US-Dollar sogar nur etwa 5 Prozent.
Das bedeutet: Der Prediction-Market preist derzeit keinen schnellen Comeback-Bullenmarkt ein. Die Mehrheit der Marktteilnehmer erwartet vielmehr, dass Bitcoin 2026 unter dem alten Rekordhoch bleibt. Polymarket ist zwar keine sichere Prognose, aber ein gutes Stimmungsbarometer.
Besonders auffällig ist hier die Diskrepanz zwischen früherem Krypto-Optimismus und aktueller Positionierung. Während viele Langfrist-Bullen weiter an BTC glauben, bewertet der Markt ein neues Allzeithoch in den kommenden Monaten nur noch als Außenseiter-Szenario.
Trader warnt: Bitcoin-Boden könnte erst bei 42.000 US-Dollar liegen
Der bekannte Krypto-Trader Doctor Profit ordnet die aktuelle Bitcoin-Schwäche klar bärisch ein. Aus seiner Sicht ist der jüngste Rutsch unter die 200-Wochen-Linie kein harmloser Ausreißer, sondern ein zentrales Warnsignal. Er verweist auf den Bärenmarkt 2022: Damals verlor Bitcoin ebenfalls zunächst den wöchentlichen MA200, anschließend bildete sich ein sogenanntes Death Cross im Wochenchart. Rund zwei Monate später folgte die finale Kapitulation, bei der BTC nochmals deutlich nachgab. Genau dieses Muster sieht der Trader nun erneut entstehen.
Today I want to share something very important that almost no one is talking about. At least I have not seen a single account on X pointing this out yet, and the best part… pic.twitter.com/bPSlpReHRB
Besonders wichtig ist für ihn die historische Beobachtung, dass Bitcoin in früheren Bärenmärkten stets rund 30 Prozent unter den 200-Wochen-Durchschnitt gefallen sei. Vom aktuellen Bereich um 60.000 US-Dollar würde ein solcher Rückgang direkt in die Zone von 42.000 bis 43.000 US-Dollar führen. Genau dort sieht Doctor Profit eine zentrale Bodenregion, die mit mehreren technischen Unterstützungen zusammenfalle.
Seine Botschaft ist daher eindeutig: Der Markt habe den finalen Kapitulationsmoment noch nicht gesehen. Zwar nehme die Angst bereits zu, doch ein echter Panikverkauf fehle bislang. Deshalb will der Trader diese Zone nicht kaufen, sondern auf tiefere Kurse warten. Für Anleger bedeutet das: Der leichte Rebound könnte trügerisch sein, solange Bitcoin unter wichtigen langfristigen Trendlinien bleibt.
Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt.
Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.
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