Block hält 2026 insgesamt 2,2 Mrd USD in BTC, davon fast 9000 BTC im eigenen Treasury.
Erstmals verifiziert das Unternehmen alle Bestände durch unabhängige On-Chain-Proof-of-Reserves.
Block reinvestiert monatlich konsequent 10 % der Bitcoin-Bruttoprofite in neue BTC-Zukäufe.
Block, das Finanzdienstleistungsunternehmen unter der Führung von Jack Dorsey, hat sich seit seinem ersten Bitcoin-Kauf im Oktober 2020 konsequent als eines der überzeugendsten Corporate-Treasury-Modelle im Krypto-Sektor positioniert. Damals erwarb das Unternehmen – noch unter dem Namen Square – 4.709 BTC für rund 50 Millionen US-Dollar. Seitdem wurde diese Position systematisch ausgebaut.
Im Q1-Bericht 2026 offenbart Block nun ein Bitcoin-Exposure von insgesamt 2,2 Milliarden US-Dollar – ein Wert, der die langfristige Überzeugung hinter dieser Strategie eindrucksvoll unterstreicht.
Block Q1 2026: 8.997 BTC im Treasury, 19.357 BTC für Kunden
Die Gesamtposition von 2,2 Milliarden US-Dollar setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: 19.357 BTC werden für Kunden gehalten, während 8.997 BTC dem Corporate Treasury zugerechnet werden. Bemerkenswert ist, dass der Q1-Bericht 2026 gleichzeitig Blocks erste Proof-of-Reserves-Offenlegung darstellt – alle Transaktionen wurden durch On-Chain-Signaturen unabhängig verifiziert und sind vollständig auf der Blockchain nachvollziehbar.
Die durchschnittlichen Anschaffungskosten für die Treasury-Position liegen bei rund 32.939 US-Dollar pro BTC, mit einer Gesamtkostenbasis von etwa 292,6 Millionen US-Dollar. Damit weist Block einen unrealisierten Gewinn von rund 133 Prozent aus – ein Ergebnis, das die Früh-Entscheidung zugunsten einer Bitcoin-Treasury-Strategie klar rechtfertigt.
DCA-Strategie als strukturelles Fundament
Block folgt seit April 2024 einem formalisierten Dollar-Cost-Averaging-Programm: Monatlich werden 10 Prozent der Bruttoprofite aus Bitcoin-Produkten direkt in BTC reinvestiert – ausgeführt über TWAP-Orders, um Marktauswirkungen zu minimieren. Die erste Tranche belief sich auf 4,4 Millionen US-Dollar. Seither wurden quartalsweise weitere Positionen aufgebaut, von 173 BTC im zweiten Quartal 2024 bis zu 122 BTC im vierten Quartal 2024.
Gleichzeitig markiert die Proof-of-Reserves-Offenlegung einen qualitativen Sprung in der Unternehmenstransparenz – besonders relevant nach den Vertrauensverlusten durch Exchange-Zusammenbrüche 2022. CoinMarketCap beschreibt den Schritt als Signal, das Blocks „langfristige Verpflichtung gegenüber digitalen Assets“ unterstreicht. Analysten heben hervor, dass die klare Trennung zwischen Kunden- und Treasury-BTC ein Modell für künftige Corporate-Adoption darstellen könnte.
Einordnung: Block im Vergleich zu anderen Bitcoin-Treasuries
Im Vergleich zu Strategy, dem unbestrittenen Marktführer unter den Corporate-Bitcoin-Haltern, bleibt Blocks Position deutlich kleiner – Strategy hält ein Vielfaches an BTC und verfolgt eine noch aggressivere Hebelstrategie. Dennoch ist Blocks Ansatz aus einem anderen Grund bedeutsam: Das Unternehmen integriert Bitcoin operativ in sein Kerngeschäft, nicht nur bilanziell. Die DCA-Finanzierung aus laufenden Bitcoin-Produktprofiten macht die Akkumulation selbsttragend.
Auch Metaplanet in Japan und Tether verfolgen vergleichbare Akkumulationsstrategien und verdichten damit den Trend zur institutionellen Bitcoin-Integration über Unternehmensbilanzen hinweg. Blocks Modell – operativer Cash-Flow trifft Treasury-Strategie – könnte für mittelgroße Unternehmen ein besonders replizierbare Blaupause darstellen.
Marktimplikationen: Angebotsverknappung durch institutionelle Akkumulation
Blocks 8.997 BTC im Corporate Treasury entsprechen rund 0,042 Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots. In absoluten Zahlen mag das überschaubar wirken – im Kontext einer wachsenden Zahl börsennotierter Unternehmen, die ähnliche Strategien verfolgen, summiert sich die Nachfrage zu einem strukturellen Angebotsdruck.
Das DCA-Programm läuft weiter: Für Q2 2026 wird ein weiterer Proof-of-Reserves-Bericht erwartet, der weitere Zukäufe dokumentieren dürfte. Jeder neue Quartalsbericht, der steigende BTC-Bestände bei sinkender Kostenbasis relativ zum Marktpreis zeigt, verstärkt das Narrativ der institutionellen Adoption – und damit einen der zentralen Kurstreiber im aktuellen Marktumfeld.
Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt.
Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.
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