CLARITY Act: Lummis warnt vor Krypto-Stillstand bis 2030

Senatorin Lummis warnt vor einer Verzögerung der US-Krypto-Gesetzgebung bis 2030, falls der CLARITY Act nicht vor den Wahlen verabschiedet wird.

Raphael Adrian von Raphael Adrian Updated 3 Min. read
CLARITY Act: Lummis warnt vor Krypto-Stillstand bis 2030

Das Wichtigste in Kürze

  • Senatorin Lummis warnt vor einer Verzögerung der US-Krypto-Gesetzgebung bis 2030, falls der CLARITY Act nicht vor den Wahlen verabschiedet wird.

In den aktuellen Nachrichten zum CLARITY Act warnte Senatorin Cynthia Lummis am 6. September via X, dass die nächste realistische Chance für eine Gesetzgebung zur Krypto-Marktstruktur erst im Jahr 2030 eintreten wird, sollte der Entwurf im aktuellen Kongress scheitern. Zwar steht dem Senat am 15. September eine verfahrenstechnische Abstimmung bevor, doch ungeklärte Bestimmungen zu Ethik, Strafverfolgung und Marktintegrität machen eine endgültige Verabschiedung vor den Midterm-Wahlen im November ungewiss.

Hierbei handelt es sich nicht bloß um einen terminlichen Streit über eine einzelne Abstimmung. Vielmehr geht es um die Frage, ob die Vereinigten Staaten eine dauerhafte föderale Kompetenzverteilung zwischen der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) festschreiben können, bevor der Kongress- und Wahlkalender dieses Zeitfenster vollständig schließt.

Das erklärte Ziel des CLARITY Act ist es, Kriterien festzulegen, um digitale Vermögenswerte klar als Wertpapiere (Securities) oder Rohstoffe (Commodities) einzustufen und zu klären, welche Regulierungsbehörde den jeweiligen Markt überwacht.

CLARITY Act News: Warum der September-Kalender entscheidend ist

Der Gesetzentwurf passierte das Repräsentantenhaus bereits im Juli letzten Jahres und liegt seit über einem Jahr im Senat. Lummis betonte, dass der Abschluss des Gesetzes jetzt dazu beitragen würde, jahrelange verpasste Chancen bei Arbeitsplätzen, Investitionen und Steuereinnahmen zu vermeiden. Sie stufte die aktuelle Sitzungsperiode als ein sich schließendes und nicht als ein routinemäßiges Zeitfenster ein, wie aus der Berichterstattung über den Stillstand im Senat hervorgeht.

Zu den ungelösten Problemen gehören Ethikbestimmungen, die die Demokraten als Bedingung für ihre Unterstützung fordern, sowie Formulierungen zur Strafverfolgung und Marktintegrität, die weiterhin umstritten sind. Da Kongresssitzungen in einem Zweijahreszyklus verlaufen, müsste der Entwurf nach Ende dieser Sitzungsperiode komplett neu eingebracht werden. Dieser Neustart, kombiniert mit den Midterms 2026 und dem Präsidentschaftszyklus 2028, bildet die Grundlage für Lummis‘ Einschätzung bis 2030, anstatt einer gesetzlichen Frist.

Was die anstehende Abstimmung tatsächlich entscheidet

Die Abstimmung am 15. September entscheidet nicht über die endgültige Verabschiedung. Es wird lediglich festgelegt, ob die Debatte beendet und der nächste verfahrenstechnische Schritt eingeleitet wird – eine Unterscheidung, die detailliert in der Berichterstattung über die Cloture-Mechanik des Senats erläutert wird.

Derzeit notiert Bitcoin bei 79.367,16 $, was einem Minus von 0,6 % in den letzten 24 Stunden entspricht, aber einem Plus von 1,1 % auf Wochensicht. Ethereum liegt bei 2.487,59 $, ein Minus von 0,4 % am Tag, aber 1,6 % höher als vor sieben Tagen. BNB steht bei 743,10 $, verliert 1,8 % über den Tag, ist aber mit einem Wochenplus von 8,1 % ein Top-Performer. XRP wird bei 1,40 $ gehandelt, ein Rückgang von 1,3 % in den letzten 24 Stunden bei einem wöchentlichen Gewinn von 1,7 %.

Insgesamt zeigt der breitere Markt eine leichte kurzfristige Schwäche, wobei die Gesamtkapitalisierung um 0,4 % gesunken ist. Da die meisten großen Token auf Wochensicht jedoch im Plus bleiben, deutet dies eher auf eine Konsolidierung als auf eine Trendumkehr hin.

Der Bericht beschreibt den Markt als abwartend. Einige Analysten argumentieren, dass eine verzögerte Verabschiedung angesichts der anhaltenden institutionellen Zuflüsse nach der Genehmigung von Bitcoin-Spot-ETFs und separaten Fortschritten bei der Stablecoin-Gesetzgebung nur begrenzte kurzfristige Auswirkungen hätte. Die langfristigen Einsätze für die Industrie werden zudem in der Analyse der wirtschaftlichen Argumente dargelegt, welche die Gesetzgeber derzeit abwägen.

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Raphael Adrian

Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt. Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.

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