Schiff sieht im Bitcoin-Anstieg eine „Sucker’s Rally“ und rät: Mining-Aktien kaufen, Bitcoin und MSTR verkaufen.
Bitcoin schloss laut CoinGecko am 14 Januar bei rund 97.008 US-Dollar, aber liegt am 16 Januar wieder südlicher bei etwa 94.500 US-Dollar.
Die Aktie gilt vielen als gehebelter Bitcoin-Proxy – und damit als besonders anfällig, wenn das Sentiment dreht.
Bitcoin hat zur Wochenmitte kräftig zugelegt – und damit einmal mehr den Reflex ausgelöst, der seit Jahren verlässlich ist: Peter Schiff stellt sich quer. Der bekannte Gold-Befürworter bezeichnete den Anstieg am 14. Januar 2026 als „huge sucker’s rally“ und warnte Anleger davor, dem Lauf hinterherzulaufen – vor allem dann, wenn das Geld aus Gold- und Silberminenaktien abgezogen und in Bitcoin-ETFs sowie Strategy (MSTR) umgeschichtet werde.
„Das ist ein großer Fehler“
Bitcoin hatte am 14. Januar zeitweise wieder die Zone um 97.000 US-Dollar getestet (CoinGecko-Close: 97.008 US-Dollar), gab aber direkt am Folgetag leicht nach und notiert aktuell nur noch bei rund 94.500 US-Dollar.
Steigt Bitcoin, argumentiert er häufig mit „Übertreibung“; fällt Bitcoin, sieht er seine Grundthese bestätigt. In seinem X-Post schreibt Schiff, Trader würden Gewinne bei Gold- und Silberminenaktien mitnehmen und das Kapital in Bitcoin-ETFs sowie in MSTR parken. Doch das hält er für einen großen Fehler. Stattdessen befürwortete er den Kauf von Mining-Aktien. Bitcoin und MSTR hingegen soll besser verkauft werden.
There’s a huge sucker’s rally in Bitcoin today. My guess is that some traders are taking profits in gold and silver mining stocks and buying Bitcoin ETFs and $MSTR. That’s a big mistake, and savvy traders should take advantage by buying mining stocks and selling Bitcoin and MSTR.
Schiffs Seitenhieb auf Michael Saylor zielt nicht nur auf Bitcoin als Asset, sondern besonders auf den Equity-Hebel. Strategy (MSTR) finanziert Bitcoin-Zukäufe regelmäßig über Kapitalmarktinstrumente. Das bedeutete, dass die Aktie in guten Phasen „turbo-laden“ kann, ist in schlechten Zeiten aber auch überproportional belastet. Erst zuletzt im Dezember 2025, als Bitcoin widererwarten crashte und Saylor mit Fiat-Geld die Notbremse ziehen musste, Coinspeaker berichtete.
Genau darauf spielt Schiff an, wenn er MSTR nicht als „normale Aktie“, sondern als verkappte Bitcoin-Wette behandelt. Je mehr Bitcoin Strategy kaufe, desto eher könne sich – je nach Marktphase und Bewertungslogik – die Frage stellen, ob Aktionäre wirklich profitieren oder ob der Hebel nicht eigentlich gegen sie arbeitet.
Peter Schiff macht, was Schiff immer macht. Seine These ist klar: Die Rallye sei kurzfristig, die Rotation aus Minern in Bitcoin-Vehikel ein Timing-Fehler. Ob das mehr ist als ein provokanter Konter, entscheidet sich jetzt an zwei Faktoren: Hält Bitcoin das Momentum – oder kippt die Bewegung in einen riskanten Proxy-Trade? Denn wenn das Sentiment dreht, hat er Recht und es trifft den Hebel zuerst.
Pia ist Web3- und AI-Enthusiastin. Als studierte Geisteswissenschaftlerin liebt sie es, den Zeitgeist innerhalb der Gesellschaft zu beobachten und zu analysieren. Ehemalig im Think Tank und Forschungszentrum der Frankfurt School of Finance als Bitcoin-Talent und NFT-Talent im Frankfurt Blockchain Center. Wenn sie nicht gerade schreibt, surft sie gerne am Atlantik.
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