Bitcoin-ETFs erleben Rekordabflüsse – BTC Kurs fällt auf Neunmonatstief

Bitcoin erlebt die stärksten ETF-Abflüsse seit seiner Einführung: 817 Mio. US-Dollar. Auslöser sind makroökonomische Unsicherheiten und Politik.

Sergei Timurov von Sergei Timurov Updated 5 Min. read
Bitcoin-ETFs erleben Rekordabflüsse – BTC Kurs fällt auf Neunmonatstief

Das Wichtigste in Kürze

  • Bitcoin-ETFs verzeichnen rekordverdächtige Abflüsse von 817 Millionen US-Dollar aufgrund erheblicher makroökonomischer Unsicherheit.
  • Die Spekulation um den neuen Fed-Vorsitz und negative Wirtschaftsdaten aus den USA haben zu rasantem Kursverlust und Kapitalflucht geführt.
  • Anleger ziehen sich aus risikoreichen Positionen zurück und suchen Sicherheit in traditionellen Anlagen, während Bitcoin mit einem Vertrauensverlust kämpft.

Der Kryptomarkt erlebt stürmische Zeiten: Innerhalb weniger Stunden sind aus US-Spot-Bitcoin-ETFs satte 817 Millionen US-Dollar abgeflossen. Die größte Kryptowährung hat ein neues Neunmonatstief erreicht, Investoren reagieren panisch auf politische und wirtschaftliche Unsicherheiten. Der rasante Kursverfall von Bitcoin ist im direkten Zusammenspiel mit der instabilen makroökonomischen Lage und politischen Spekulationen zu sehen, was eine noch nie dagewesene Kapitalflucht bei regulierten Investmentvehikeln wie ETFs ausgelöst hat.

Wer wissen möchte, wie alle Faktoren zusammenspielen, warum die Abflüsse so rasant verlaufen und was Anleger nun erwarten können, erhält in diesem Artikel eine tiefgreifende Analyse – mit spannenden Experteneinschätzungen und einem Blick auf die nächsten Tage.

US-Spot-Bitcoin-ETFs: Was hinter den Rekordabflüssen steckt

Am vergangenen Donnerstag registrierten US-Spot-Bitcoin-ETFs einen Abfluss von insgesamt 817 Millionen US-Dollar – ein beispielloser Wert seit ihrer Einführung. Gerade BlackRocks IBIT zeichnete sich mit über 317,8 Millionen US-Dollar an Abverkäufen aus, was sogar die kombinierten Abflüsse von Fidelitys FBTC sowie Grayscales GBTC deutlich überstieg. Die Zahlen belegen eindrucksvoll, wie stark die Verunsicherung unter institutionellen Anlegern mittlerweile ist. Während das Sentiment kippt, geraten auch private Investoren zunehmend unter Druck, was eine Kettenreaktion ausgelöst hat, die sich auf den gesamten Markt auswirkt.


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Makroökonomische Unsicherheiten als Auslöser der Flucht

Die Gründe für den massiven Kapitalabfluss liegen im Zusammenspiel verschiedener makroökonomischer Unsicherheiten. Insbesondere die bevorstehende Ernennung eines neuen US-Notenbankchefs heizt Spekulationen am Markt an, da Kevin Warsh als Favorit gilt und für eine straffere Geldpolitik steht. Gleichzeitig trüben enttäuschende Unternehmenszahlen, etwa von Microsoft, die Stimmung an den Aktienmärkten. Für Bitcoin bedeutet das nicht nur direkten Preisdruck, sondern auch, dass Risikokapital Chancen in sichereren Anlagen sucht – wie Gold oder Staatsanleihen.


Bitcoin verlässt die Trading-Range: Kurs auf Talfahrt

Nachdem Bitcoin monatelang eine stabile Handelsspanne gehalten hatte, brachen die Kurse am Donnerstag dramatisch ein. Der Preis fiel auf 81.315 US-Dollar, den niedrigsten Stand seit April 2025. Ursache sind eine Serie negativer Katalysatoren, unter anderem die makroökonomische Lage und die enge Korrelation zu US-Aktien. Experten weisen darauf hin, dass Bitcoins einstige Funktion als „digitales Gold“ in stürmischen Zeiten bröckelt. Vielmehr schwankt die Kryptowährung zunehmend synchron zu klassischen Märkten – eine Entwicklung, die Anleger zum Umdenken zwingt.


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Der Dominoeffekt: Wenn Arbitrageure das Feld räumen

Insider berichten, dass der starke Mittelabfluss aus den ETFs vor allem auf ein radikales Deleveraging bei institutionellen Arbitrageuren zurückzuführen ist. Diese nutzen üblicherweise den sogenannten Basis-Trade, um auf Kursdifferenzen zwischen Spot- und Futures-Markt zu setzen. Doch mit den jüngsten Turbulenzen und veränderten Zinserwartungen wurde diese Strategie unrentabel oder gar riskant. Viele Arbitrageure lösten ihre Positionen auf und beschleunigten damit den Absturz – was wiederum zu weiterem Druck auf den Bitcoin-Kurs führte.



Correlation is back: Bitcoin folgt Tech-Aktien ins Minus

Für Anleger besonders besorgniserregend: Die Korrelation zwischen Bitcoin und US-Technologieaktien ist zum Jahresbeginn wieder deutlich positiv. Der enttäuschende Ausblick des Tech-Riesen Microsoft für 2026 sorgte für eine Verkaufswelle sowohl an den Aktien- als auch den Kryptomärkten. Was sich bislang als „entkoppelte“ Anlageklasse präsentierte, scheint nun wieder enger an die traditionellen Märkte gebunden – mit allen Risiken bei gesamtwirtschaftlichen Schocks. Experten warnen, dass diese neue Abhängigkeit zusätzliche Volatilität bringt.


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Anleger vertrauen wieder auf klassische Krisenschutz-Instrumente

Angesichts der rapiden Verluste und erhöhter Unsicherheit legen viele institutionelle und private Anleger den Rückwärtsgang ein. Besonders deutlich zeigt sich dies beim erhöhten Kapitalumschichtungen in traditionelle sichere Häfen – etwa Gold und inflationsgeschützte Anleihen. Die Hoffnung auf kurzfristige Bitcoin-Höhenflüge weicht der Vorsicht; Der Preis für Sicherheit steht jetzt über dem für Rendite. Selbst auf dem Prognosemarkt Myriad, betrieben vom Decrypt-Mutterunternehmen, sank die Wahrscheinlichkeit für einen BTC-Anstieg auf 100.000 US-Dollar innerhalb weniger Stunden erheblich.



Politik und Geopolitik werfen Schatten

Nicht nur die bevorstehende Fed-Ernennung, sondern auch internationale Ereignisse setzen den Märkten zu: Die Gefahr eines US-Regierungsstillstands konnte zwar durch eine Senatsentscheidung abgewendet werden, doch ein Präsidialerlass zu Ölzöllen unter Trump und die Eskalation im Südchinesischen Meer schüren weiterhin Ängste. Solche Unsicherheiten beeinflussen das Verhalten der Großinvestoren, denn geopolitische Risiken werden jetzt in die Portfolioentscheidungen einbezogen wie selten zuvor. Sie treiben damit auch die Unsicherheit und Schwankungen im Kryptomarkt nach oben.

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Wie geht es weiter? Ausblick auf die kommenden Tage

Mit einem aktuellen Kurs von 82.687 US-Dollar und Verlusten von knapp 6% in 24 Stunden bleibt der Markt enorm volatil. Der kurzfristige Fokus richtet sich nun auf die offizielle Bekanntgabe des neuen US-Notenbankchefs. Viele Experten rechnen damit, dass das Kapital mindestens kurzfristig weiter aus risikoreichen Assets abwandert – insbesondere, falls Kevin Warsh die Fed übernimmt. Dennoch halten einige Optimisten an der langfristigen Erfolgsgeschichte von Bitcoin fest und erwarten nach der aktuellen Bereinigung eine allmähliche Rückkehr zu stabileren Verhältnissen, sofern die externen Schocks abnehmen.

Warum Bitcoin langfristig allen anderen Anlagen überlegen ist

Bitcoin ist überlegen, weil der regelmäßige Kauf von Bitcoin unabhängig vom aktuellen Preis die schlauste und einfachste Methode ist, um langfristig BTC zu akkumulieren und echtes Vermögen für die Zukunft aufzubauen. Durch den Durchschnittskosteneffekt werden Kursschwankungen automatisch ausgeglichen, wodurch emotionale Fehlentscheidungen vermieden werden. Gleichzeitig ist Bitcoin das sicherste Computernetzwerk der Welt und gilt damit als eines der robustesten Investments überhaupt.

Mit einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von etwa 72 % bis 95 % im Zeitraum von 2015 bis 2025 übertrifft Bitcoin jede Aktie sowie jeden Altcoin oder Memecoin deutlich. Hohe Gewinne bei Altcoins sind, wenn überhaupt, meist nur kurzfristig möglich, während über 90 % der Trader beim Altcoin-Trading langfristig Geld verlieren. Viele dieser Projekte sind kurzlebig, extrem risikoreich und dienen häufig eher der Bereicherung der Gründer als dem nachhaltigen Vermögensaufbau der Investoren, da echte technische Innovationen oder überzeugende Anwendungsfälle nur sehr selten existieren.

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Sergei Timurov

Sergei Timurov ist seit 2016 großer Bitcoin Fan und ihn begeistert die Freiheits Idee sowie die Unabhängigkeit von Bitcoin. Sergei ist Bitcoin Maximalist und der Überzeugung, dass sich nur Bitcoin für einen langfristigen Vermögensaufbau eignet. Neben seinen journalistischen Tätigkeiten betreibt Sergei Bitcoin Mining und Freistil-Ringen sowie kocht köstliche Gerichte aus seiner ursprünglichen Heimat Georgien.

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