Avalanche wird Teil von Hanwhas Token-Wertpapier-Plattform

Hanwha Investment & Securities hat eine Plattform für tokenisierte Wertpapiere fertiggestellt und integriert darin Avalanche als Blockchain.

Raphael Adrian von Raphael Adrian Updated 3 Min. read
Avalanche wird Teil von Hanwhas Token-Wertpapier-Plattform

Hanwha Investment & Securities hat eine Plattform für tokenisierte Wertpapiere auf Basis der Avalanche-Blockchain fertiggestellt. Der südkoreanische Finanzkonzern begann die Arbeiten im vergangenen Jahr und hat das Projekt nun abgeschlossen, wie Blockchain-Branchenquellen laut einem Bericht der Seoul Economic Daily vom 6. September bestätigten.

Hanwha schließt Plattform für Token-Wertpapiere ab

Entwickelt wurde die Plattform von der Blockchain-Firma FairSquare Lab. Sie ist so konzipiert, dass sie auf mehreren Netzwerken laufen kann – darunter Avalanche und das Enterprise-Blockchain-Framework Hyperledger Besu.

Low-angle view of modern glass skyscrapers in Seoul's financial district under a clear sky.
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Token-Wertpapiere bezeichnen laut dem Bericht Aktien und Anleihen im Sinne des koreanischen Capital Markets Act, die digitalisiert und auf einer Blockchain beziehungsweise einem Distributed Ledger erfasst werden. Mehrere Institutionen verwalten dabei gemeinsam Rechteinformationen, etwa zur Ausgabe und Übertragung der Papiere – ein Modell, das strukturell an andere Real-World-Asset-Projekte auf regulierten Ledgern erinnert.

Avalanche ergänzt institutionelle Distributed-Ledger-Infrastruktur

Während bereits Häuser wie Mirae Asset Securities Hyperledger Besu für ihre Token-Wertpapiersysteme einsetzen, geht Hanwha mit der Avalanche-Integration einen Schritt weiter. Avalanche verfügt über ein öffentliches Blockchain-Ökosystem, das grundsätzlich für beliebige Teilnehmer offensteht – lässt sich aber so konfigurieren, dass separate, unabhängige Netzwerke mit beschränkten Teilnehmern und Validatoren entstehen. Genau diese Eigenschaft macht die Technologie als dediziertes Netzwerk für Finanzinstitute nutzbar.

Die Korea Securities Depository (KSD) arbeitet parallel an einer Infrastruktur, die Hyperledger Besu, Hyperledger Fabric und Avalanche verbinden kann. Die Teilnahme am zugehörigen Distributed Ledger ist auf elektronische Registrierungsstellen und Kontoverwaltungsinstitute wie die KSD selbst und Brokerhäuser begrenzt – ein Ansatz, der Tokenisierung strikt innerhalb regulierter Strukturen hält, wie es etwa auch bei anderen Tokenisierungsvorhaben realer Vermögenswerte, von tokenisierten Kühen in Brasilien bis zu Anleihen, zu beobachten ist.

Ausblick: KSD bereitet anschlussfähige Infrastruktur vor

Die KSD verwaltet direkt in jedem Distributed Ledger die Gesamtausgabevolumina und elektronischen Registrierungsdaten. Ihre Unterstützung beschränkt sich laut Bericht nicht auf die drei genannten Technologien: Nach vorheriger Abstimmung sind technische Unterstützung und eine Plattformanbindung auch für neue Distributed-Ledger-Technologien möglich.

Ein nicht namentlich genannter KSD-Verantwortlicher führte die Aufnahme von Avalanche unter den anschlussfähigen Technologien auf Anfragen mehrerer Unternehmen über das Token-Wertpapier-Konsultationsgremium sowie auf bestehende Projekte zurück – die Entscheidung sei demnach nicht präventiv von der Behörde selbst ausgegangen. Wie andere Finanzkonzerne eigene Blockchain-Infrastrukturen für digitale Finanzwerte aufbauen, zeigt sich hier ein ähnliches Muster: Regulierte Marktteilnehmer treiben die technische Integration voran, bevor die Aufsicht selbst aktiv wird.


Tokenisierte Wertpapiere laufen technisch auf denselben Distributed-Ledger-Prinzipien wie andere Krypto-Anwendungen und unterliegen je nach Anbieter und Jurisdiktion strengen KYC- und Compliance-Pflichten. Anleger, die sich mit Real-World-Asset-Projekten befassen, sollten die regulatorischen Rahmenbedingungen der jeweiligen Plattform vor einer Investitionsentscheidung eigenständig prüfen.

Quelle: Seoul Economic Daily

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Raphael Adrian

Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt. Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.

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