Bitcoin notiert heute bei rund 73.000 US-Dollar, ein Plus von 6,7 Prozent binnen 24 Stunden.
Ray Dalio sagt iin einem Podcast: Bitcoin biete keine Privatsphäre und könne „überwacht“ werden.
Zentralbanken würden BTC deshalb nicht kaufen und jahrelang halten.
Er verweist zudem auf die Tech-Aktien-Korrelation als Stressfaktor in Krisenphasen.
Gold bleibt für Notenbanken der Standard: Im Januar lagen die Nettozukäufe bei fünf Tonnen.
Die Quantenfrage ist zurück auf der Agenda – Dalio nennt sie als Langfristrisiko.
Ray Dalio stellt das „digitale Gold“-Narrativ infrage. Seine Kernaussage: Für Zentralbanken sei BTC schon wegen fehlender Privatsphäre und langfristiger Technikrisiken kein sinnvoller Reserveanker. Gleichzeitig zeigt der Kurs: Es geht wieder vorwärts: Der Bitcoin-Kurs schoss heute im Lauf des Tages bis zur Zeit des Schreibens knapp über 73.000 US-Dollar
Ray Dalio gegen „digitales Gold“
Ray Dalio, Gründer von Bridgewater Associates, hat seine Bitcoin-Skepsis in einem kürzlichen Podcast erneut zugespitzt.
Im Kern sagt er: Bitcoin habe zwar Eigenschaften von „hartem Geld“, aber als Geldform sei der Markt „klein“ im Verhältnis zu Gold – und Gold bleibe das einzige echte Gold.
Entscheidend ist bei ihm weniger die Volatilität, sondern die Institutionenfrage: Zentralbanken seien Teil des „Geldfundaments“ – und genau diese Käuferseite sieht er bei Bitcoin nicht.
Der Timing-Effekt ist bemerkenswert. Während an den Märkten wegen der Nahost-Eskalation der Puls hochgeht, springt Bitcoin wieder über die Marke von 73.000 US-Dollar.
Warum Notenbanken beim echten Gold bleiben
Dalios „Zentralbanken wollen kein BTC“ ist eine These – aber sie trifft einen Punkt, der sich an den Reserven ablesen lässt: Gold ist weiterhin das klassische Notenbank-Asset.
Der World Gold Council meldet für Januar Nettozukäufe von fünf Tonnen – weniger als der Durchschnitt von 2025, aber weiterhin ein Plus.
Parallel gibt es neue staatliche Goldprogramme, etwa in Uganda, wo die Zentralbank ab März ein eigenes Kaufprogramm starten will.
Für Bitcoin ist das keine Petitesse, sondern die Messlatte: Wenn BTC wirklich „digitales Gold“ sein soll, müsste er irgendwann auch in Reserveportfolios institutionell „normal“ werden – inklusive Verwahrung, Bilanzierung und politischer Akzeptanz.
Wer Dalios makropolitische Grundlinie nachlesen will: In einer früheren Einordnung zur bröckelnden Weltordnung und Michael Saylors Bitcoin-Konter greift Coinspeaker genau dieses Spannungsfeld „Geopolitik trifft Vermögensschutz“ auf.
🚨 NEW: RAY DALIO WARNS BITCOIN ‘UNLIKELY’ TO BE A LONG-TERM SAFE HAVEN
Billionaire investor Ray Dalio said Bitcoin is unlikely to serve as a long-term store of value or hedge asset, arguing it lacks central bank backing and faces unresolved privacy and quantum computing risks. pic.twitter.com/kJ1ET5AClc
Privatsphäre: Bitcoin ist transparent, nicht anonym
Dalios schärfster Satz im Podcast zielt auf Privatsphäre: Bitcoin biete „keine privacy“, Transaktionen könnten überwacht und indirekt sogar kontrolliert werden.
Technisch ist das nicht aus der Luft gegriffen: Das Bitcoin-Projekt selbst betont, dass Bitcoin mit einem ungewöhnlich hohen Transparenzgrad funktioniert – Transaktionen sind öffentlich, nachvollziehbar und dauerhaft im Netzwerk gespeichert.
Das heißt nicht, dass jede Adresse automatisch eine Identität ist, aber: Sobald Adressen mit Realwelt-Daten verknüpft werden, wird die Kette rückwärts plötzlich sehr hell.
Der politische Teil dieser Debatte wird gerade in Europa lauter. Bei Coinspeaker findet sich dazu ein Hintergrundstück über DAC8 und die kommende Steuertransparenz, die Krypto-Dienstleister zu umfangreicher Datenerfassung verpflichtet.
Quantencomputer: Risiko, aber nicht morgen früh
Als zweites Langfristrisiko nennt Dalio Quantencomputer – die Idee, dass künftige Systeme heute gängige Kryptografie knacken könnten.
Post-Quantum-Kryptografie könnte explizit als Antwort auf die „künftige Bedrohung“ durch Quantencomputer gesehen werden, die viele heute verbreitete Verfahren potenziell brechen könnten.
Ein ausreichend leistungsfähiger Quantencomputer könnte theoretisch Private Keys aus Public Keys ableiten. Allerdings liegt die dafür nötige Hardware weit über dem heutigen Stand.
Coinspeaker hatte Ende 2025 die Debatte um Quantum Computing und Bitcoin bereits ausführlich aufgedröselt, inklusive der Frage, welche Zeitachsen realistisch sind.
Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt.
Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.
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